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Trainingslager Lindow

Lindow, 17.06.2022

Unser Trainingslager in Lindow begann am Freitag bei tropischen Temperaturen mit dem pünktlichen Eintreffen der hoch motivierten Teilnehmer. Einige mussten noch schnell ein Henkersmahl einnehmen, andere hatten dies bereits getan, mit unterschiedlichem Erfolg.
Und schon konnte es beginnen: Ein pünktliches Eintreffen vor der Hochsicherheitstrakteingangstür der Schwimmhalle war angesagt worden und klappte auch.
Philipp teilte die Bahnen in Deutsche / Europa/ Welt-Meister und Olympiasieger ein. Das erste Trainingsprogramm war dessen auch würdig: 3.200 bis 4.400 Meter!
Respekt für alle Meister!
Wir ließen danach die wenigen Reststunden bis kurz vor Mitternacht in einer Flurparty ausklingen (Pauli wollte nicht unbedingt mit uns "rein feiern "). Die jungen Leute waren nicht zu sehen, ruhten sich bestimmt schon aus.

Carola

Lindow 18.06.2022

"3,2,1 - HAPPY BIRH-"
"Bei mir ist es aber noch nicht 0. Ah doch jetzt."
"DAY TO YOU. HAPPY BIRTHDAY TO YOU."

An diesem besonderen Samstag, der nicht war, wie alle anderen, starteten wir früher als die frühesten Vögel. Denn unsere Schwimmmaschine Pauli war soeben 21 Jahre alt geworden oder wie ihre Mutter liebevoll sagen würde "nicht mehr im Jugendstrafrecht". Dies musste natürlich gefeiert werden. Und nicht nur nachts zur Geisterstunde mit lauwarmen Johannisbeersekt in kleiner Runde.

Als der Tag nach allgemeinmenschlicher Definition begann, machten wir beide (Lea und Sassi) uns auf den Weg, um das Gelände ein wenig zu erkunden. Nachdem wir in der Nähe des Sees von Mücken und anderen Viechern fast brutal zerfleischt wurden, nahmen wir Reißaus und landeten auf einem sehr schönen Sonnenblumenfeld, in dessen Nähe wir sogleich einen kleinen Naturblumenstrauß für unser Geburtstagskind pflücken konnten.

Gegen 8 Uhr aßen wir gemeinsam in der warmen Morgensonne bei idyllischem Kerzenschein, der von Paulis Brötchen ausging, Frühstück. Zu diesem Zeitpunkt freuten wir uns mal wieder darüber, Schwimmer zu sein und dass wir diesen heißen Junitag zu großen Teilen im kühlen Nass verbringen konnten. Als Trainer stand uns heute dankenswerterweise Marek zur Verfügung, sodass alle anderen fleißig trainieren konnten. Nachdem Pauli von der ganzen Gruppe ein Ständchen gesungen wurde, konnte es auch schon losgehen. Voller Energie und Elan bestritten wir unsere zweite Wassereinheit.

Unter dem scharfen Blick von Mareks Adleraugen gaben wir unser Bestes und erzwangen nicht nur Philipps Masterplan, sondern konnten auch noch den ein oder anderen nützlichen Tipp aufgreifen und unsere Technik verbessern.

Danach stiefelten wir zum Mittagessen, welches aus unseren Reihen vielfach organisatorisch bemängelt wurde. Ein Highlight des Ganzen für uns war allerdings, dass Pauli ihre zweite Geburtstagskerze in einer ihrer Kartoffeln wiederfand.

Nun stand die große Mittagspause an, von der die Jugend sich vorgenommen hatte, sie zumindest in Teilen auch aktiv mit Volleyballspielen zu verbringen. Aus Trägheitsgründen wäre dieser Plan beinahe verworfen worden, aber wir konnten uns gerade noch so aufraffen. So machten wir uns, fürsorglich mit Sonnencreme eingecremt, auf zu den Volleyballfeldern, die sich quasi direkt vor unserem Haus befanden. Der Wind machte die hohen Außentemperaturen recht aushaltbar, doch der Sand vom Boden wurde uns und am allermeisten Benni, der sich die Füße wortwörtlich leicht verbrannte, zum Verhängnis.

Gegen 16 Uhr ging es dann mit der ersten Landeinheit von Philipp los, die aber im Gegensatz zu den anderen „freiwillig“ war. Vom Ehrgeiz und/oder dem Gruppenzwang gepackt, fanden wir uns vollzählig in der Halle wieder. Mit Yogamatten und Therabändern absolvierten wir ein Training, dessen Fokus auf dem Core (Körpermitte, v.a. Bauchmuskeln) lag. Dies hatte es in sich, wurde von unserer sanften Sadistenfitnessmaus Philipp jedoch ausgezeichnet ausgeführt (er hatte extra geübt!). Für die nicht ganz so geübten Fitnessenten gab es das Training sogar in verschiedenen Schwierigkeitsstufen, sodass niemand eine Ausrede hatte, aufzuhören.

Im direkten Anschluss folgte die zweite Wassereinheit des Tages. Die hohe Vorbelastung durch die vorangegangenen Einheiten oder den heißen Sand sollte den Ersten hierbei zum Verhängnis werden. So gab es nach und nach die ersten Ausfälle, die sich früher oder später im Warmwasserbecken wiederfanden. Aber auch für alle anderen Fitten war dies die Einheit, die sehr an die Substanz ging.

Zwei Stunden später hatten wir uns dann unser Abendbrot verdient, bei dem es, zur Freude von Vielen, Essen vom Grill gab. Und für Pauli eine dritte Geburtstagskerze im Vollkornbrot. Nach dieser Stärkung schnappten wir uns Sekt und Kuchen und ließen den Abend gemeinsam als Gruppe ausklingen. Mit Einbruch der Dämmerung und dem Auferstehen der Mücken beschloss die Jugend, sich wieder zurück in ihre Zimmer zu verkriechen. Zum Entsetzen einiger wurde bereits zu einer Zeit schlafen gegangen, zu der wir die Erfahreneren unserer Truppe noch von draußen gackern hören konnten. Notiz an uns selbst: Wir müssen wieder lernen, wie Trainingslager geht.

Peace out, die „mittlere Jugend“ (Sassi, Lea, Annka, Pauli)

Lindow, 19.06.2022

Schon am frühen Morgen begann der heutige letzte Tag vom Trainingslager.
Um 6:45 Uhr sollten alle Enten vor der Schwimmhalle stehen, damit die vorletzte Trainingseinheiten von 7-9 Uhr beginnen konnte.
Trotz großer Müdigkeit haben es tatsächlich auch alle geschafft.
Hierbei sollte erwähnt werden, dass wir also 2 Stunden Training ohne Frühstück vorher hatten (ganz eventuell waren es dann doch keine kompletten 2 Stunden). Also eher quasi 2 Stunden.
Umso mehr genossen es dann aber alle nach der Anstrengung endlich etwas in den Magen zu bekommen. Egal ob Müsli, Brötchen, Ei oder Knäckebrot (vielleicht auch alles?
Anschließend hieß es aber auch schon schnell Sachen packen. Immerhin stand noch einiges an.
Um 11 Uhr hatte Philipp ein wirklich anstrengendes, aber trotzdem tolles Body Combat Workout erstellt, welches die meisten tapferen Enten auch mitgemacht haben (es war freiwillig). Einige Wenige haben doch lieber eine Pause eingelegt, was aber auch vollkommen verständlich ist.
Direkt im Anschluss war die letzte Einheit für dieses Trainingslager. Etwas sanfter, aber trotzdem noch mal fordernd.

Ich denke, dass man aber sagen kann, dass doch alle eine wenig erleichtert waren, als es dann geschafft war. So muss es im Trainingslager aber auch irgendwie sein, oder?
Gegen 13:30 Uhr gab es dann für die, die bestellt hatten, nochmal Mittag. Zur großen Überraschung durfte man sich auch nachholen, was am Tag zuvor nicht möglich war. Das hat vor allem Mike gefreut ;).
Gegen 14 Uhr sind dann auch die Letzten aufgebrochen, und das Trainingslager in Lindow 2022 war vorbei.

Ein großes Dankeschön nochmal an Philipp, Ulli und Marek!

Liebe Grüße
Leo